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Archiv > 2006
Früher gab es für jeden Festungsabschnitt zwei solcher Bauten, heute ist neben dem Sanierungsfall hinter dem Vermessungsamt in der Rechbergstraße nur noch ein weiteres bewohntes Traversgebäude in der Friedhofstraße erhalten.Glücklicherweise sei die Festung Ingolstadt, deren Bauten bis ins Mittelalter zurück reichen, nie eingenommen worden, erinnert Wittmann - bis auf ein einziges Mal durch Verrat.Nachdem noch in den 1960er Jahren viele Festungsbauten unter dem unmittelbaren Eindruck des Zweiten Weltkriegs abgerissen wurden, ist heute der bauhistorische Wert weit gehend anerkannt.Das Dach über dem Festungsbau ist nur der bescheidene Anfang der Bemühungen des Vereins um verstärkte Denkmalpflege. Angesichts der "Unmenge kleinerer Festungsbauten" betont Wittmann den "dringenden Handlungsbedarf": "Es gäbe unendlich viel Arbeit". Das erste Projekt wird ausschließlich von handwerklich versierten Vereinsmitgliedern umgesetzt - von der Stadt erhofft man sich die Übernahme der Materialkosten.Nicht zuletzt hofft der Verein auch auf eine Außenwirkung durch die Sanierungs anstrengungen. Die Einzigartigkeit der Landesfestung müsse nicht nur den Schanzern bewusster, sondern auch touristisch besser genutzt werden, sagt Wittmann.