Reservistenkameradschaft Ingolstadt


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Tag der Reservisten

Archiv > 2007

Ingolstadt, 13.10.2007
(Karlheinz Heimisch / Foto: Rössle / Donaukurier Ingolstadt)

Die Besucher waren sich einig: Mit ihrem Tag der Reservisten auf dem Paradeplatz machte die Kreisgruppe Oberbayern-Nord hervorragende Werbung in eigener Sache. Die Reservisten hatten sich auch alle Mühe gegeben, um die Bevölkerung anzulocken: So waren am Samstag einige olivgrüne Bundeswehrzelte aufgebaut, in denen sich unter anderem der Kreisverband und die Reservistenkameradschaft Ingolstadt vorstellten, eine (mittlerweile abgeschaffte) Feldkanone stand beim Brunnen - und in einer "Dackel-Garage" konnten sich die Besucher davon überzeugen, wie eng es Soldaten in einem Zweimannzelt haben. Dazu gab es viel Musik und natürlich den allseits beliebten Erbseneintopf aus der Feldküche der Flugabwehr- Raketengruppe 23 aus Oberstimm. Die deftige Suppe ließen sich Reservisten und Gäste an den Biertischen schmecken - schließlich lud das milde Wetter mit viel Sonnenschein zum Verweilen im Freien ein. Knapp 1000 Besucher zählte Organisator Franz Fischer den ganzen Tag. "Mit der Resonanz bin ich zufrieden", so der Kreiskassenwart.


Begonnen hatte der Tag der Reservisten mit einem Festzug vom Schlosshof zur Asamkirche. Mit dabei: 15 Reservistenkameradschaften aus Ingolstadt sowie aus den Kreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen (insgesamt hat die Kreisgruppe 34 Vereine mit 2200 Mitgliedern). Den richtigen Ton beim Marschieren gaben der Spielmannszug Kösching und der Reservistentrommlerzug Oberland aus Peißenberg an. Den Gedenkgottesdienst in der Asamkirche zelebrierte Münsterpfarrer Isidor Vollnhals. Für die Umrahmung sorgte der Shanty-Chor "Isar-Möven" aus München. Dieser begeisterte mit seinen Seemannsliedern auch am Nachmittag das überwiegend ältere Publikum.Nach dem Rückmarsch zum Paradeplatz gruppierten sich die 15 Fahnenabordnungen um die Bühne. Dort eröffnete der Kreisgruppenvorsitzende, Oberstleutnant d. R. Werner Bauer, die Veranstaltung. Er betonte die Bedeutung des Reservistenverbands als Mittler zwischen Bundeswehr und Bevölkerung. "Auch heute bringen wir Reservisten unsere zivilen Fähigkeiten und Erfahrungen in die stark verkleinerte Bundeswehr ein und können dazu beitragen, dass die Bundeswehr international als hochprofessionelle Armee angesehen wird", sagte er.Schirmherr und Bürgermeister Albert Wittmann erinnerte daran, dass acht bis zehn Prozent der derzeit 7000 im Ausland eingesetzten deutschen Soldaten Reservisten seien. "Sie leisten einen wichtigen Beitrag für Demokratie und Gesellschaft." Oberst Norbert Reinelt, stellvertretender Kommandeur des Landeskommandos Bayern, hob die "gute Verbundenheit der Reservisten zur aktiven Truppe" hervor, und der Direktor des Bayerischen Armeemuseums, Ernst Aichner, plädierte für die Beibehaltung der Wehrpflicht in Deutschland.Nach den Ansprachen konnten sich die Besucherinnen und Besucher auf dem "Militärgelände" am Ingolstädter Paradeplatz umschauen. Etliche Oldtimer der Bundeswehr, etwa der legendäre Geländewagen "Iltis", standen neben einem Feldlager. Hier zeigte die Fallschirmjäger-Kameradschaft Ingolstadt, wie Soldaten in Ermangelung einer Bratpfanne auf einem Spaten Eier braten oder wie ein Balkenfeuer gemacht wird.Unermüdlich informierten Wehrdienstberater über die beruflichen Möglichkeiten bei der Bundeswehr und Vertreter des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge über dessen Tätigkeit. Auch die Schnelleinsatzgruppe "Sanität" des BRK Ingolstadt stellte sich vor - unter anderem mit einem Krankentransporter. Den kleinen Besuchern interessierte mehr das Schießen mit dem Lichtgewehr; Mitglieder des Hitzhofener Schützenvereins standen ihnen zur Seite.



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