Reservistenkameradschaft Ingolstadt


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Herbstmarsch Anlautertal

Archiv > 2010

Hallo Kameraden,

ein Bericht unseres Kameraden Jürgen Kerschensteiner über den Herbstmarsch Anlautertal

23.10.10 Herbstmarsch Anlautertal

6 Uhr morgens - bei eisigen Temperaturen und gefrierendem Nebel mache ich mich auf den Weg zum 21. Herbstmarsch im Anlautertal. Überpünktlich treffe ich in Erlingshofen ein und mache mich auf den Weg zum Meldekopf um meine restlichen 3 Kameraden von der RK Markt Schwaben kennen zu lernen. Nach einer kurzen Brotzeit und Ratsch ging es auch schon los auf die Wettkampfstrecke. Wir trafen auf ein Minenfeld mit unterschiendlichen UXOs - der Fund musste verschlüsselt per Funk zum Kompaniegefechtsstand gemeldet werden. Die sicherheitspolitischen Fragen der 2. Station waren nicht einfach
- wer ausser Marinekameraden weis schon wie viele Leute Besatzung auf der Gorch Fock sind oder in welchen Nato-Staaten es noch eine allgemeine Wehrpflicht gibt...

Da der Marsch als Vvag durchgeführt werden musste standen keine Waffen zur Verfügung. Die Station Waffenkunde bestand somit aus 4 Fragebögen zu G36, PzFst, MG3 und P8/Uzi. Die theoretischen Fragen zu Visiereinrichtungen, Abfeuergeschwindikgeit, Kampfentfernung, Bauteile usw. bereitete allen Gruppen kopfzerbrechen.

Die nächste Station befand sich auf einer leichten Anhöhe - Entfernungsbestimmung mittels Fernglas, Koordinatenbestimmung, Marschkompasszahl und Höhenmeterbestimmung einiger markanter Punkte.

Die Station Leben im Felde war sehr gut und lehrreich. Nach dem Übungshandgranaten Zielwurf wurde die Gruppe aufgeteilt. Jeder hatte eine eigene Aufgabe:
- verschiedene Bäume, Sträucher und Pilze erkennen
- Verschiedene Feuerarten benennen und ein Feuer entfachen
- mit einer Zeltbahn ein Schrägdach bauen
- Fragen zur Pflege und Reinigung der Ausrüstung + Bekleidung im Outdooreinsatz

Die Hindernisbahn aus Reifen, Balken, Tarnnetzen war nicht schwer - auf der langen Strecke könnte man durchaus etwas mehr Hindernisse unterbringen. Die HiBa wurde von allen Mannschaften in 66s - 110s zurückgelegt.

Die San-Station mit einer einzigen leicht verletzten Person brachte niemanden ins schwitzen und stellte kein Problem dar.

Laut Lage war die weitere Marschroute vermient, nur ein kleiner Pfad zur Anlauter war geräumt und zurück nach Erlingshofen gings in Zweiergruppen mit dem Schlauchboot auf Zeit. Zahlreiche Büsche, Bäume und eine niedrige Brücke machten dies nicht ganz einfach - zwischen 8 und 12 Minuten Action war hier angesagt.

Kameraden der Pionierkaserne IN boten mit einer langen Seilrutsche ins Tal zwischen den Bäumen hindurch und einem Seilsteg zum Abschluss ein überaus tolles Highlight das ich gern öfter benutzt hätte. Der Seilsteg mit einer Länge von ca. 25m über eine ca. 10m tiefe Schlucht war der längste und höchste Seilsteg den ich bisher überwunden habe.

Für das Beobachten der Marschstrecke und melden einer Schützengruppe und verdeckter Ladungen gabs zuletzt noch ein paar Extrapunkte.

Gegen 16 Uhr erreichten wir etwas geschafft das Ziel und warteten gespannt auf die Siegerehrung die um 18 Uhr bei Fackelschein auf dem Sportplatz stattfand. Die Siegerehrung bot für uns noch eine sehr angenehme Überraschung denn nachdem alle Gruppen vor uns genannt wurden blieb nur noch der erste Platz über und jedes Mannschaftsmitglied bekam vom 2.
Bürgermeister / RK Anlautertal eine Urkunde und Goldmedaille.

Nachdem dieser Sieg noch etwas gefeiert wurde beendeten wir den erfolgreichen und superschönen Tag im Anlautertal und machten uns auf die Heimreise... bis nächstes Jahr!

Viele weitere Fotos vom Wettkampf und Siegerehrung gibt es bei der RK Anlautertal. Ein Kamerad war den ganzen Tag nur zum fotografieren unterwegs.

Gruss, Jürgen


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